Infektionsgefahr durch Zecken: auch im eigenen Garten
Sträucher, Hecken und hohes Gras sind beliebte Aufenthaltsorte - nach Gartenarbeit auf Zecken untersuchen
Wiesbaden, 18. Mai 2008. "Zecken lassen sich von Bäumen fallen": Dieser weit verbreitete Mythos hält sich immer noch hartnäckig. Dabei lauern die blutsaugenden Spinnentiere meist im hohen Gras oder auf Büschen und Sträuchern auf ihre menschlichen Opfer. Auch im eigenen Garten besteht das Risiko, sich durch Zecken mit schweren Krankheiten zu infizieren. Darauf macht das Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam.
In Gärten finden sich Sträucher, Hecken, Ziergehölze oder Blumenbeete und damit besteht auch die Möglichkeit, dass sich der "gemeine Holzbock" hier wohlfühlt. Doch viele Hobbygärtner unterschätzen dieses Risiko. "Die Gefahr besteht nicht nur im Wald, weil Zecken sich nicht wie oft angenommen auf Bäumen aufhalten, sondern in niedriger Vegetation unter 1,50 Meter. Studien zufolge steigt beispielsweise das Risiko einer Borreliose-Infektion, wenn man oft stundenlang im Garten arbeitet", sagt Dr. Marko Ostendorf, Arzt beim R+V-Infocenter.
Gartenbesitzern rät er deshalb, durch einen einfachen Test zu prüfen, ob auf dem Grundstück vermehrt Zecken vorkommen. Dafür wird einfach ein weißes Tuch wie eine Fahne an einem Stock befestigt und über Büsche und Sträucher gezogen. Die Tiere verfangen sich dabei mit ihren Krallen im Stoff. Wer Zecken entdeckt, kann es ihnen möglichst ungemütlich machen: Da die Spinnentiere schattige und feuchte Stellen bevorzugen, kann es beispielsweise helfen, Laubansammlungen zu entsorgen und den Rasen nicht zu hoch wachsen zu lassen.
Helle, eng anliegende Kleidung schützt
Gartenbesitzer sollten zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, wenn sie draußen werkeln. Für R+V-Experte Ostendorf ist vor allem die richtige Kleidung entscheidend: "Am besten sind geschlossene Schuhe, lange Strümpfe, die über die Hosenbeine gezogen werden, langärmelige Oberteile, die eng anliegen. Zudem sieht man die Tiere auf heller Kleidung schneller." Auch Anti-Zecken-Mittel können Schutz bieten. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, sich und die Kleidung nach getaner Arbeit genau auf Zecken hin zu untersuchen. Wer dabei fündig wird, sollte sie sofort vorsichtig mit einer Pinzette entfernen, ohne sie zu quetschen, die Wunde desinfizieren und im Zweifelsfall einen Arzt aufsuchen.
Durch Zecken übertragbare Krankheiten
In Gärten finden sich Sträucher, Hecken, Ziergehölze oder Blumenbeete und damit besteht auch die Möglichkeit, dass sich der "gemeine Holzbock" hier wohlfühlt. Doch viele Hobbygärtner unterschätzen dieses Risiko. "Die Gefahr besteht nicht nur im Wald, weil Zecken sich nicht wie oft angenommen auf Bäumen aufhalten, sondern in niedriger Vegetation unter 1,50 Meter. Studien zufolge steigt beispielsweise das Risiko einer Borreliose-Infektion, wenn man oft stundenlang im Garten arbeitet", sagt Dr. Marko Ostendorf, Arzt beim R+V-Infocenter.
Gartenbesitzern rät er deshalb, durch einen einfachen Test zu prüfen, ob auf dem Grundstück vermehrt Zecken vorkommen. Dafür wird einfach ein weißes Tuch wie eine Fahne an einem Stock befestigt und über Büsche und Sträucher gezogen. Die Tiere verfangen sich dabei mit ihren Krallen im Stoff. Wer Zecken entdeckt, kann es ihnen möglichst ungemütlich machen: Da die Spinnentiere schattige und feuchte Stellen bevorzugen, kann es beispielsweise helfen, Laubansammlungen zu entsorgen und den Rasen nicht zu hoch wachsen zu lassen.
Helle, eng anliegende Kleidung schützt
Gartenbesitzer sollten zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, wenn sie draußen werkeln. Für R+V-Experte Ostendorf ist vor allem die richtige Kleidung entscheidend: "Am besten sind geschlossene Schuhe, lange Strümpfe, die über die Hosenbeine gezogen werden, langärmelige Oberteile, die eng anliegen. Zudem sieht man die Tiere auf heller Kleidung schneller." Auch Anti-Zecken-Mittel können Schutz bieten. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, sich und die Kleidung nach getaner Arbeit genau auf Zecken hin zu untersuchen. Wer dabei fündig wird, sollte sie sofort vorsichtig mit einer Pinzette entfernen, ohne sie zu quetschen, die Wunde desinfizieren und im Zweifelsfall einen Arzt aufsuchen.
Durch Zecken übertragbare Krankheiten
- Die oft einfach als Hirnhautentzündung bezeichnete Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) kommt nur in einigen Regionen Deutschlands vor, vor allem in Baden-Württemberg, Bayern und Südhessen. In diesen Gegenden wird eine Schutzimpfung gegen die Virusinfektion empfohlen. Jedes Jahr erkranken rund 300 Menschen an der Krankheit, die im schlimmsten Fall tödlich verläuft.
- Die Lyme-Borreliose ist hingegen regional nicht beschränkt. Eine Impfung gegen die Bakterienerkrankung ist bislang nicht möglich. Das Tückische: Die Krankheit wird nicht immer sofort erkannt, weil ihre Symptome der einer Sommergrippe ähneln. Das Bakterium kann jedes Organ, das Nervensystem, die Gelenke und das Gewebe befallen und zu Spätfolgen führen. Wenn die Krankheit rechtzeitig festgestellt wird, ist sie jedoch gut heilbar. Schätzungen gehen von jährlich 60.000 bis 100.000 Neuerkrankungen aus.